Im Jahr 2025 starb der 29-jährige pakistanische Alpinist Shah Doulat bei einem Eisklettern-Abenteuer etwa 400 Meter tief in den Abgrund – ein tragischer Verlust für die Bergsteigerszene. Sein plötzlicher Tod betont die hohen Risiken, mit denen Bergsteiger im Karakorum-Gebirge konfrontiert sind. Schon ein Jahr zuvor verlor die deutsche Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier ihr Leben an der Seite des Laila Peak (6096 Meter), ebenfalls Opfer eines Steinschlags. In der Region häufen sich seitdem immer wieder tödliche Unfälle, obwohl das Karakorum wegen seiner beeindruckenden Gipfel, wie K2, Broad Peak und Gasherbrum I und II, als Traumziel für Bergsteiger aus aller Welt gilt.
Die tödliche Macht der Steinschläge
Nur zwei Wochen nach dem tödlichen Unfall Dahlmeiers wurde die chinesische Bergsteigerin Guan Jing am K2, dem zweithöchsten Berg der Welt, ebenfalls von einem Steinschlag getroffen und ihr Leben verloren. In den vergangenen Monaten führten solche Vorfälle dazu, dass mehrere Expeditionen unterbrochen oder abgebrochen werden mussten. In einigen Fällen wurden sogar Zelte im Basislager des K2 von herabstürzenden Gesteinsbrocken zerstört. Die Häufigkeit dieser Vorfälle sorgt für wachsende Sorge, da die Naturbedingungen oft nur schwer vorherzusehen sind und die Gefahr jederzeit auftreten kann.
Wärme und Eis sorgen für Chaos
Die Hauptursache für die wachsende Zahl an Steinschlägen ist schmelzendes Eis, das durch ungewöhnlich hohe Temperaturen und starke Schwankungen zwischen Tag und Nacht entsteht. Im Jahr 2025 müssen sich Alpinisten immer öfter mit den Folgen dieser natürlichen Kräfte abfinden, nicht nur beim Bestreben nach den Gipfeln, sondern auch durch die unvermeidliche Gefahr sich lösender Felsstücke auf den Routen.
Der französische Skibergsteiger Guillaume Pierrel starb 2025 in einer Lawine am K6 (7281 Meter). Er war bekannt für seine extremen und spektakulären Expeditionen, bei denen er oft Ski statt Klettersäcke nutzte. Zudem verlor in diesem Jahr Jaroslav Bansky, einer der besten Alpinisten aus Tschechiens, sein Leben am Biarchedi II (6759 Meter). Berichte gehen entweder von einem Absturz oder einem tödlichen Steinschlag aus. Seine Seilpartner blieben glücklicherweise unverletzt. Diese jüngsten Ereignisse unterstreichen, wie dramatisch die Situation in den Bergen des Karakorum geworden ist.

